Aus Wedel über Pommern nach Europa

Frühgeschichte der Familie

Aus steinzeitlichen Höhlenzeichnungen der Kalksteinhöhlen von Bad Segeberg ist die Existenz eines mächtigen Clans überliefert, auf dessen Ältesten "Hgrrhh" (Heinrich) angeblich die Erfindung des Rades zurückgeht. Das Rad wird seither von diesem Clan als Wappen geführt.

Die Wedel in Wedel

Die wirklich gemeinsam verlebte Geschichte der Stadt und der Familie namens Wedel ist bemerkenswert kurz. Aus dem Jahr 1212 stammt die erste Erwähnung, und nur etwa 23 Jahre später, schon im Jahr 1245, ist der bis heute überlebende Zweig in Hinterpommern nachweisbar. Der hier in der Gegend von Wedel und in Stormarn verbleibende Teil der Familie starb offenbar schon im 14.Jahrhundert aus und teilt damit das Schicksal aller anderen alten Stormarner Adelsfamilien. Über 700 Jahre lang haben sich also Stadt und Familie aus den Augen verloren und – kein Wunder – sich gegenseitig auch vergessen. Dass die Familie im Jahr 2012 ihren 800sten "Geburtstag" gemeinsam mit der Stadt feiern konnte, ist der bemerkenswerte bisherige Schlusspunkt einer durch die Jahrhunderte wechselvollen Familiengeschichte. Dazu aber später noch einige Details.

Mit der Ordensbewegung nach Pommern

Zu jener Zeit, bald nach 1230, haben anscheinend einzelne Familienmitglieder ihre Besitzungen in Wedel zurückgelassen und sind eben ab 1245 urkundlich in Hinterpommern erwähnt. Im 13.Jahrhundert regierten in Pommern die Herzöge des sogenannten Greifengeschlechtes, die slawischen Nachfahren aus dem frühen polnischen Königshaus. Die Greifen waren ihrerseits den mächtigen brandenburgischen Markgrafen lehnsuntertänig. Es gab offenbar ehrgeizige Bestrebungen, das nur dünn besiedelte und von Wäldern und Sümpfen dominierte Land urbar zu machen und gezielt zu besiedeln und zu entwickeln.

Ähnlich wie Jahrhunderte später in Nordamerika galten die Ureinwohner (dort die Indianer, in Pommern die Slawen) nicht viel, und man warb in Norddeutschland und in den heute belgischen und niederländischen Gebieten um Siedler. Die Pioniere der Ostbesiedlung waren zunächst die christlichen Orden, allen voran die Zisterzienser-Mönche, die schon ab dem 12.Jahrhundert Klöster etablierten.

Die Zisterzienser waren, neben ihrer Eigenschaft als christliche Missionare, Spezialisten im Landbau, und sie wurden sofort mit umfangreichen Ländereien ausgestattet, die von ihnen Teils selbständig beackert und verwaltet wurden.

Aber alle bekannten Berufe wurden benötigt: Handwerker, Deichbauer und Bodenentwässerer, und Bauern. Und man brauchte jemanden, dem man große Teile des Landes übergeben konnte, damit es verwaltet wurde: also jemanden, der wehrhaft nach außen war, Autorität hatte und organisieren konnte, daß Wälder gerodet, Sümpfe entwässert und Städte und Dörfer als Orte des Handels und des Handwerks und als Lebensmittelpunkte gegründet wurden.

Auch da wählte man die Spezialisten, die sich mit großen Besitzungen und deren Urbarmachung auskannten: die adligen Familien.

Das Angebot der Greifenherzöge

Die pommerschen Herzöge verteilten das Land an den eingewanderten und auch den einheimischen Adel, indem sie die einzelnen Familien „zur ganzen Hand" belehnten: bestimmte Landstriche wurden einer Familie also als Ganzes zu Lehen gegeben, nicht einzelnen Persönlichkeiten.

Das Lehenswesen

Ein Wort zum Lehnswesen. Das war eine höchst komplexe rechtliche Konstruktion, in der ein König oder Fürst als Lehnsherr – unter der Bedingung der gegenseitigen Treue – die Nutzung einer Sache, zumeist von Grundeigentum, an einen Getreuen bzw. Lehnsmann oder Vasallen, übergibt. Dieses Grundeigentum, also Land, ist vererblich, kann weiter verlehnt, aber auch verkauft werden. Das konnte innerhalb mehrerer Generationen zu manchen Verwicklungen und unterschiedlichen Treueverhältnissen führen. In Preußen dauerten die Aufhebung der Lehnsverhältnisse und die Überführung des Landbesitzes in einfaches Privateigentum von 1787 bis in die Mitte des 19.Jahrhunderts.

Belehnung "zur ganzen Hand"

Zunächst vermieden die Landesherren aber durch die sogenannte „Belehnung zur ganzen Hand" , wie es sich zeigte, auch mit Erfolg, daß sich Konkurrenz zwischen einzelnen Familienmitgliedern ergab. Jede adlige Familie war so genötigt, Entschlüsse zur Besiedlung und zur Urbarmachung gemeinsam zu tragen.

Der erste Wedel, der in Pommern nachweisbar ist, von dem wir aber weder Geburts- noch Sterbedatum wissen, war „Hasso der Jüngere" von Wedel. Er taucht im Jahr 1227 noch als Burgmann von Itzehoe auf, und in einer pommerschen Urkunde von 1245 als „ob der Oder" – also jenseits der Oder – ansässig. Er hatte sechs Söhne, von denen fünf in einer Urkunde von 1282 als Zeugen einer Verfügung genannt sind, in der die Markgrafen Otto IV. und Konrad I. dem pommerschen Kloster Kolbatz alle Güter und Rechte bestätigen.

Die ersten Gründungen der Wedel in Pommern weisen denn auch eine für die Zeit und Landschaft sehr charakteristische Form auf: Die Städte entstehen mit einer Stadtmauer um eine Befestigungsanlage oder Burg herum. Diese Siedlungsform wird in Pommern als "Wedelsche Siedlungsform" bezeichnet, während spätere Siedlungen als Straßendörfer in dem nun weitgehend befriedeten Landstrich als "Friederizianische Siedlungsform" bezeichnet werden.

Etwa 750 Jahre: die Wedel auf Burg Cremzow

Die Burg dieser ersten Wedels in Hinterpommern war, im Tal der Ihna nahe Kolbatz, die Burg, oder wie es damals genannt wurde, das „feste Haus" Kremzow mit den Dörfern Repplin, Altenwedel, Pegelow, usw.. Hier begann der Aufstieg der Familie.

Schon bald nach ihrer ersten urkundlichen Erwähnung waren sie die Herren der Städte Treptow an der Rega und Plathe mit den  dazugehörigen Burgen. Wo wir schon einmal in Cremzow sind, das von Anfang an bis zum Ende im Jahr 1945 einer der wichtigsten Besitzungen in der Familie war, hier dessen Geschichte in einigen Bildern, durchaus charakteristisch für die anderen wedelschen Familiengüter in Pommern.

Diese Lithographie zeigt das einzige Bild der alten Burganlage, in der man noch etwas von ihrer ursprünglichen bzw, endgültigen Form ahnt. Sie stammt allerdings erst aus der Zeit um 1840, und da war die Burg schon längst verlassen. Die Notwendigkeit, sich hinter uneinnehmbaren Burgmauern zu verschanzen, bestand wie schon beschrieben längst nicht mehr, und man baute sich bequemere und repräsentativere Häuser, nicht mehr in feuchten Wiesen, sondern auf trockenen Geestrücken, nahe an den immer größer und spezialisierter werdenden Wirtschaftsgebäuden.

Den Krieg und die unmittelbare Nachkriegszeit hat Cremzow weitgehend intakt überstanden, aber schon gegen Ende der fünfziger Jahre war es eine teilweise zerstörte Ruine. Der Rest des Hauses ist offenbar erst in den siebziger Jahren des 20sten Jahrhunderts abgerissen worden.

Bei einer ersten Reise der Familie im Rahmen eines Familientages nach Hinterpommern, im Jahr 1991, mit etwa 50 Familienmitgliedern, entstand ein Foto: der letzte Besitzer, Wulff von Wedel, zeigt die Stelle, an der das Haus früher gestanden hat.

Familienlegende: die "Güldene Fru" von Kolbatz

Das nahe dem ersten Siedlungsort Cremzow gelegene Kloster Kolbatz verbindet die Familie noch enger mit dem Landstrich. Aus der frühen Geschichte der Familie ist die Geschichte eines heidnischen Götzenbildes bekannt, das zur Familienlegende der Sonnengöttin, der  sogenannten „Güldene Fru" führte.

Das frühe Zisterzienserkloster Kolbatz existierte bereits, als die Ritter von Wedel im nahem Cremzow ansässig und die Schutzherren der Mönche wurden. Der Legende nach übergaben die Ritter den Mönchen einen „Abgott aus der Heidenzeit, genannt Güldene Fru", die sie aus ihrer nordelbischen Heimat – also aus Wedel oder der unmittelbaren Umgebung - mitgebracht hatten, zur Verwahrung. Die Aufbewahrung des Götterbildes geschah, so wird gesagt, im Austausch gegen den Schutz durch die Ritter.

„Doch groß war das Entsetzen der Mönche" – so die Legende – „als sie das Bild aus seiner Hülle nahmen und mit Augen sahen: ein unförmiges nacktes Weib mit dämonischem Antlitz, der Kopf und die Strahlen vergoldet – die Güldene Fru! In ihrer Furcht vor den Feinden, die sie rings umlauerten, hielten die Mönche dennoch an ihrem Versprechen fest und stellten das Bild bei sich auf. Dort wurde die Güldene Fru in kürzester Zeit zu einem Gegenstande der Verehrung von Seiten des Volkes, und nie zuvor hatte man einen solchen Zustrom der Gläubigen auch aus weit entfernten Orten erlebt, und niemals waren früher so reiche Gaben dem Kloster zugeflossen."

Für lange Jahrhunderte soll die Güldene Frau dann die segensspendende Gottheit für die weite Landschaft gewesen sein, und die frommen Mönche konnten sehen, wie sie dieses heidnische Bildnis mit ihrer Christenlehre in Einklang brachten. „Eines Tages", so die Sage weiter, „erwachte unter den Menschen das Verlangen, die christliche Lehre von der Heiligenverehrung zu reinigen, und auch die Ritter von Wedel wandten sich ab vom Aberglauben ihrer Väter und zwangen die Mönche, die Verehrung der Güldenen Frau zu verbieten."

Das Sonnenbild wurde hoch im Giebel eines der Klostergebäude eingemauert. Bald darauf hörte auch der Gottesdienst der Mönche auf, das Kloster stand leer und verfiel. Im Stillen bewahrten jedoch die Ritter von Wedel der Güldenen Frau auch weiterhin die Treue. Jedoch wurde das Wissen um sie mehr und mehr zu einer Sage, die auf unterschiedliche Weise erzählt wurde."

Auferstehung der "Güldenen Fru"

So weit die Sage. Es ist nicht zu belegen, ob tatsächlich unter den Rittern von Wedel im Kloster eine Art Götzenverehrung der Güldenen Fru stattgefunden hat. Auch in anderen Kirchen oder Klöstern, wie beispielsweise am Wiener Stephansdom  soll es solche Götzenbildergegeben haben. Es ist allerdings anzunehmen, dass diese dort eher als ein Zeichen des Triumphes und des Sieges über das Heidentum verstanden wurden.

Die Güldene Fru, so legendär sie erscheinen mag, hat es aber tatsächlich gegeben.

Im Jahr 1745 wurde sie bei Reparatur- oder Restaurierungsarbeiten am Giebel von Kolbatz hinter einer Mauer entdeckt. Die Behörden in Stettin ließen sie herunternehmen und nach Berlin transportieren. Dort war sie zunächst in der Königlichen Akademie der Künste und später im Museum für Völkerkunde aufbewahrt. Im Inventarbuch des Museums für Völkerkunde aus dem 19 Jahrhundert steht, daß es sich um eine in Kupfer getriebene Platte handelte, bzw um zwei miteinander vernietete Platten, von 1,12 Meter Höhe und 68 Zentimeter Breite.

Heute ist die Figur leider verschollen, vermutlich, wie der Familie auf Nachfrage mitgeteilt wurde, ist sie zusammen mit anderen ausgelagerten Exponaten der Berliner Museen bei einem Bombenangriff im 2.WK zerstört worden. Die Familie hat sich, nachdem die Güldene Fru 1745 aus Kolbatz entfernt worden war, lange um die Rückgabe bemüht, allerdings erfolglos. Eine eingehende wissenschaftliche Untersuchung hat das Bildnis nie erfahren, es wurde wohl auch nie ausgestellt und es wurde auch so gut wie nie Mitgliedern der Familie, die sich seit dem späten 18.Jhd darum bemüht hatten, gezeigt.

Bedeutende Mitglieder der Familie in der Geschichte Pommerns

Von Anfang an standen die Wedel mit ihrem Besitz in Pommern, der Neumark und im Bistum Kammin auf Seiten der Pommernherzöge und somit auf der Seite ihrer Lehnsgeber, der Markgrafen von Brandenburg

Die Familie war den Markgrafen von Brandenburg, den Askaniern, später dann deren Nachfolgern, den Markgrafen aus dem Hause Wittelsbach, der Söhne Kaiser Ludwigs des Bayern, als deren Verbündete, Vögte, hohe Beamte und Kolonisatoren eng verbunden.

Einer der berühmtesten war Hasso von Wedel , gennant „der Rote". Er war 1355 von Markgraf Ludwig dem Römer zum Verweser der Mark Brandenburg und der Lausitz mit so gut wie unbegrenzten Vollmachten bestellt worden. Dieser „Hasso der Rote" – vermutlich hatte er rote Haare - wurde erheblich später, im Jahr 1900, mit einem Standbild auf der Berliner Siegesallee geehrt.

Kaiser Wilhelm der II., auf dessen Idee ja die Errichtung der Siegesallee zurückgeht, hatte persönlich darauf bestanden, dass auf der Siegesallee auch ein Wedel berücksichtigt werden sollte. Man einigte sich auf eben „Hasso den Roten", allerdings wohl ohne Rücksprache mit der Familie, die einen anderen Hasso bevorzugt hätten, nämlich Hasso von Wedel aus Falkenburg, der 1370 aus eigener Kraft und selbst finanziert einen Feldzug gegen Polen unternommen hatte, während dessen er dann die Grenzfeste Zantoch (Kreis Landsberg an der Warthe) eroberte und als lehnsfreies Eigentum behielt.

Von der sehr umfangreichen Kolonisation Pommerns durch die Wedel sind kaum Details bekannt. Nachgewiesene wedelsche Gründungen sind z.B. die Städte Falkenburg, und Neuwedell. Der Ort Freienwalde erhielt durch die Familie die Stadtrechte.

 

Die Wedel als zuverlässige Ordnungskraft

Die Zuverlässigkeit und die Kampfbereitschaft der Wedel führten dazu, daß die jeweiligen Fürsten deren Machtausdehnung begünstigten, denn das Lehnssystem sorgte dafür, daß dieser Machterhalt der Wedel auch gleichzeitig den Machterhalt der Fürsten sicherte.

Schon 1350 waren zum Beispiel sämtliche Befestigungen längs der Drage, eines Nebenflusses der Netze, an die Wedel verliehen. Hauptsächlich aber waren die Wedel Schutzherren weiter Gebiete. Auf dem Tag zu Guben, dem 28.Mai 1374, empfingen 28 Angehörige der Familie von den Söhnen Kaiser Karls des IV. als Markgrafen von Brandenburg noch einmal die sogenannte Belehnung zur ganzen Hand – also die Belehnung betraf die gesamte Familie von Wedel, den Familienverband.

Die Belehnung beinhaltete 13 Burgen und 11 Städte, darunter Falkenburg, Freienwalde, Schivelbein, Neuwedell, Kallies, Reetz und Nörenberg, dazu die festen Häuser, also Burgen, Mellen, Hochzeit und Küstrin. Dazu kamen etwa 2000 Quadratkilometer Wälder und Heide und in genau beschriebenen Grenzen die Orte Märkisch Friedland, Tütz und Deutsch Krone.

Die Zahl der Wedel und ihr Einfluß war so groß, daß sich die Wedels 1388 verpflichteten, dem Deutschen Orden, mit dem sie sich allerdings nicht immer so gut verstanden haben, im Krieg gegen Polen 100 gepanzerte Ritter und Knechte, 100 voll ausgerüstete Schützen und 400 Pferde zuzuführen. Das war zu jener Zeit eine ansehnliche Streitmacht.

Der Höhepunkt der Macht der Familie: das 14. Jahrhundert

Die 70ger und 80ger Jahre des 14.Jahrhunderts brachten den Höhepunkt der Wedelschen Macht und leiteten bereits den Abstieg ein. Die Lage mitten im Auge des Sturms der dauernden Kriege überstieg auf die Dauer wohl ihre Kräfte. Eine Chronik aus dem Jahr 1378 berichtet, daß die Neumark, das Herzogtum Stettin und das Gebiet der Wedel sich in einem Zustand so unerhörter Verwüstung befände, daß abgesehen von den festen Häusern und Städten sämtliche Ortschaften niedergebrannt lagen. Zu dieser Zeit bestellte Markgraf Sigismund einen Hans von Wedel von Schivelbein zum Hauptmann und Verweser des Landes über der Oder.

Die Verwaltung dieses gesamten Landes über der Oder war aber so aufwendig und teuer und von den verwüsteten Dörfern waren so wenig Abgaben zu erwarten, daß Hans schon wenige Jahre später seine Stadt Schivelbein verpfänden und dem Deutschen Orden überlassen mußte. 1373 waren die Wittelsbacher als Markgrafen von Brandenburg durch die Luxemburger verdrängt worden, und es folgte für Pommern eine mehr oder minder herren- und gesetzlose Zeit unter landfremden Vögten, bis der Deutsche Orden für kurze Zeit die Macht übernahm, aber schon 1410 bei Tannenberg den Polen unterlag.

Die Familie von Wedel mußte sich ohne die Vertrauensstellung mit den Brandenburgern neu formieren und neu orientieren. Das Machtvakuum versuchten die großen Familien Pommerns jetzt zeitweise in blutigen Fehden gegeneinander neu zu ordnen, die Dewitz, Zitzewitz, Puttkamer, Borcke, Flemming und Osten.

Erst gegen Ende des 15.Jahrhunderts setzten ruhigere und friedlichere Jahrzehnte ein, die einen gewissen Wohlstand aufkommen ließen. Da blieb eine Menge überschüssige Kraft bei den Wedels über, die sie früher für ihre Feldzüge und Fehden gebraucht hatten, und einige suchten ihre Bestätigung außerhalb von Pommern. Im Jahr 1497 begleitete Ritter Otto von Wedel-Uchtenhagen den Herzog Bogislaw X. auf einer Pilgerfahrt ins Heilige Land nach Jerusalem. Dort wurde er zum Ritter des Heiligen Grabes geschlagen.

Die Familie macht sich auch ausserhalb von Pommern einen Namen

Ein anderer Otto, Otto vW-Cremzow, ein Mann von hohen Qualitäten, wie berichtet wird, war zwar nachweislich des Lesens und Schreibens unkundig, was ihn aber nicht daran gehindert hat, Herzog Philipp I: von Pommern als sein Haushofmeister für die Jahre 1527 – 32 an den Hof seines Oheims, des Pfalzgrafen Ludwig nach Heidelberg zu begleiten. Anschließend war er 20 Jahre lang Philipps Ober-Hofmarschall in
Stettin.

Ein Wedel, dem Pommern offenbar zu eng wurde, war Georg Ernst vWedel aus der Linie Reetz-Nörenberg, geboren 1597. Er studierte in Marburg, wurde im schleswig-holsteinischen Gottorf Prinzenerzieher und trat erst in dänische, dann in französische Dienste. Er wurde General und war unter dem Namen „Wagehals" bekannt.

Über die Grenzen nach Dänemark

Einer der Söhne des "Wagehals" heiratete eine dänische Erbtochter, deren große Besitzungen auf der Insel Fünen 1672 zur Lehnsherrschaft Wedellsborg wurden. Hier entstand der dänische Zweig der Familie, der auch heute noch sehr zahlreich ist.

Ein anderer Sohn des Wagehals, Gustav Wilhelm, war zunächst Münsterscher General und später dänisch-norwegischer Feldmarschall. Er kaufte 1683 Land südwestlich von Oslo und dieser später Jarlsberg genannte Besitz wurde zur Basis des norwegischen Familienzweiges, Wedel-Jarlsberg, den es ebenfalls heute noch zahlreich gibt.

Dieser Skandinavische Familienzweig begründete auch die Besitzungen im heutigen Ostfriesland

Spätes Mittelalter und Beginn der Neuzeit

Im Jahr 1530 konnten die Wedel in Pommern ihr Lehen zur ganzen Hand bestätigen lassen und erhielten den Titel der „Schloßgesessen". Dieser Titel bedeutet nicht, daß sie Herren von prächtigen Schlössern waren – im Gegenteil – sie hausten in wenig repräsentativen Burgen oder vergleichsweise bescheidenen Häusern.

Der Terminus „schlossgesessen" besagt, daß diese Familien im Lehnsbesitz von vormaligen Landesburgen waren und in norddeutschen Ländern wie Brandenburg oder Pommern einer Art Herrenkurie angehörten und als Stand gerichtlich unmittelbar dem Landesherrn unterstanden. In dieser Gegend Pommerns gab es fünf sogenannte „Schloßgesessene" Familien: neben den Wedel die Borcke, Dewitz, Flemming und Osten. Diese Familien hatten viel später, als die damit verbundenen Vorrechte schon längst nicht mehr bestanden, ein 1856 vom preußischen König verliehenes Präsentationsrecht im preußischen Herrenhaus.

Im 15. und 16.Jahrhundert setzten sich die Fehden jeder gegen jeden und der Grenzkrieg mit Polen weiter fort. Vom Norden kamen die pommerschen Heere, von Süden die brandenburgischen und vom Osten die polnischen, und - offenbar – wenn man der Familiengeschichte glauben darf - trafen sie sich immer im Gebiet der Wedel. Die Folge waren immer wieder wirtschaftliche Verluste und Einbußen, von denen man sich kaum erholen konnte.

Die Verwüstungen des 30jährigen Krieges taten ein übriges.

Trotzdem kam es im 16.Jahrhundert punktuell immer wieder zu beachtlichen neuen Kolonisationen durch die Wedel. Ein Rüdiger von Wedel in Neuwedell in der Neumark hat zwischen 1570 und 1600 zwölf Dörfer durch Rodungen neu angelegt, darunter Berkenbrügge, Röstenberg, Nemischhof Krampe, Steinbusch und andere.

Neue Zeit mit neuer Verantwortung

In der Zeit Bogislaw X. begann der Adel, seine Höfe selbst zu bewirtschaften. Das tägliche Leben des pommersch-märkischen Adels war ausgesprochen einfach. Von Dubslaw von Wedel aus Fürstensee (er starb 1621) ist bekannt, daß er im Winter im sehr schlichten einstöckigen und reetgedeckten Gutshaus Fürstensee nur eine Stube heizte, „in der er sich mit allem seinem gesindlein behalf". Er war nachweislich wohlhabend, aber offenbar auch geizig.

In dieser friedlichen Zeit wurden die großen und zugigen und schlecht zu beheizenden Burgen überflüssig, manche verschwanden fast spurlos, wie z.B. in Freienwalde. Bis 1945 blieb der Familie allerdings das Patronat der Stadtkirche St.Marien.

In Neuwedell gab es bis immerhin 1849 ein Wedelsches Burggericht, das Schloß war allerdings zu der Zeit durch einen russischen Überfall schon zerstört. Uchtenhagen, im Mittelalter von größter Bedeutung, wurde zum unbedeutenden Dorf, von der Burg sind heute nur noch einige Steine und Wälle erhalten.

Das Wissen um die Geschichte der Familie

Ob in all diesen wahrlich ereignisreichen Jahrhunderten das Wissen um die eigene Herkunft aus Stormarn in Vergessenheit geriet, ist nicht ganz klar. Es gibt Bücher eines Ritter Lupold von Wedel aus Cremzow, der im 17.Jahrhundert Reisen innerhalb ganz Europas gemacht und darüber geschrieben hat.

Diese Bücher, die in der deutschen Literatur kaum beachtet werden, gelten in England auch noch heute als bekannte Quelle für zeitgenössische Berichte vom englischen Hof des 17.Jahrhunderts, wo Lupold sich lange aufgehalten hat. Auf einer seiner Reisen fährt Lupold auf einem Schiff die Elbe abwärts und notiert, daß er westlich von Hamburg jemanden nach dem Namen des Ortes fragte, an dem sie soeben vorbeikommen. Er versteht den Namen nicht ganz und notiert „Weel". Der Ursprung seiner Familie aus diesem Ort war ihm offenbar unbekannt.

Charakteristisch für die im Osten liegenden Rittergüter war ihre seit Jahrhunderten bestehende Selbstbewirtschaftung. Den Anstoß hatte die Aufrichtung des Ewigen Landfriedens 1495 gegeben. Nachdem der Fehdelust der großen Familien ein Ende gesetzt worden war, wurde die Ausbildung von Gutsbetrieben vom Landesherrn gefördert. Der Hintergrund war, daß der Adel in der Armee unentbehrlich war, und zwar, weil der Adel verpflichtet war, seinem König als Offizier und als Beamter auf eigene Kosten zu dienen.

Es lag also im Interesse des Königs, seine Offiziere durch Landbewilligung bzw. wohl eher durch steuerliche und rechtliche Erleichterung unabhängig und wirtschaftlich flüssig zu halten. So bildete sich der Typus des ostelbischen Junkers heraus.

Die Wedel in Preußen: Offizier oder Landwirt

Man war also über Jahrhunderte, bis 1945, Offizier und Landwirt. Viele Wedels, gerade jüngere Söhne, die kein Landerbe zu erwarten hatten, gingen nicht nur in preußische, sondern auch in polnische, aber auch dänische und später norwegische Dienste. Gerade unter Friedrich dem Großen kamen viele Wedels zu militärischen Ehren.

Es gab General Hans von Wedel, von Friedrich dem Großen „Hector" genannt, der 1743 fiel, und Oberstleutnant Georg von Wedel, von Friedrich „der preußische Leonidas" genannt, der im selben Jahr das ganze österreichische Heer fünf Stunden lang am Überqueren der Elbe hinderte. Beide sind auf dem Sockel dieses Denkmals Unter den Linden abgebildet bzw. erwähnt.

In Friedrichs Schlachten fielen 72 Wedels. Einige Jahrzehnte später, als ein Otto von Wedel sich bei König Friedrich Wilhelm IV. als zum Offizier befördert meldete, fragte ihn der König: „Wissen Sie, wie viele Wedel gefallen sind, seitdem Preußen ein Königreich ist?" Otto verneinte und der König sagte: „Neunundneunzig, habe ich mir sagen lassen. Wer wird von Euch der hundertste sein?" – Es war glücklicherweise nicht Otto. Überhaupt ist diese doch stark nach Legende klingende Zahl von 100 Gefallenen zu preußischen Zeiten nicht nachzuweisen.

Nimmt man die Gefallenen Wedels des Ersten und Zweiten Weltkrieges hinzu, wird diese Anzahl aber tatsächlich übertroffen. Friedrich der Große jedenfalls muß an den Wedels einen besonderen Narren gefressen haben, oder sie an ihm... Jedenfalls gibt es zahllose Anekdoten, die Friedrich und die Wedels betreffen. Bei einem Gang über ein Schlachtfeld soll Friedrich einen jungen Wedel gesehen haben, der schwer verwundet sich in seinem Blute wälzte und dabei stöhnte oder vielleicht sogar vor Schmerzen schrie. Das muß dem König unangemessen erschienen sein, denn es ist überliefert, daß er zu dem jungen Soldaten sagte: „Sterb er anständig, Junker!"

Ein anderes Mal kam Friedrich bei einer seiner Inspektionsreisen in den sogenannten Wedel-Kreis, den Kreis Saatzig. Dort habe er überrascht gefragt, wo denn alle die Wedel blieben, die doch sonst hinter jedem Ginsterbusch hervorgekommen seien. „Majestät", antwortete der Landrat, „sie sind alle tot!" - woraufhin der König schweigend seinen Hut gelüftet habe.

Ein besonderes Kapitel der Familiengeschichte: Die Offiziere im Freicorps des Major Schill

Dass die Wedels für eine kurze Zeit fast ein Synonym für das preußische Militär waren, zeigt auch die Geschichte von den 11 Schillschen Offizieren.

Zur Zeit der französischen Besatzung Deutschlands zu Beginn des 19.Jahrhunderts wurde der Preußische Offizier Ferdinand von Schill zum Helden des Widerstandes gegen die napoleonische Besatzung. Er organisierte – heute würden wir sagen, in der Art von Partisanen - Angriffe gegen die Besatzer aus dem Untergrund und hatte dazu eine ganze Anzahl junger – sehr junger – Offiziere um sich geschart. Eine Gruppe von ihnen, elf Offiziere, darunter zwei Brüder Albert und Karl von Wedel aus Braunsforth am Wothschwiensee, wurden eines Tages im Jahr 1809 während einer ihrer Aktionen von den Franzosen gefangengenommen und in Wesel am Niederrhein zum Tode durch Erschießen verurteilt. Sie wurden, so wird berichtet, vor die Tore der Stadt geführt und vor ein französisches Erschießungskommando gestellt.

Die erste Salve fiel und alle fielen – außer einem – Albert von Wedel. Nur am Arm verwundet, immer noch an seinen gefallenen Bruder Karl gefesselt. In dieser Situation soll er gerufen haben:

„Schießt höher, Franzosen – hier sitzt das preußische Soldatenherz!" -- Die zweite Salve fiel, und Karl starb ebenfalls.

Dieses Bild ist eine Feldpostkarte aus dem 1.WK – als wieder einmal Deutschland gegen Frankreich zu Felde gezogen war, und es ist wohl kein Zufall, daß man sich gerade in dieser Zeit wieder an das heldenhafte und sicher als vorbildhaft empfundene patriotische Verhalten eines jungen preußischen Offiziers erinnerte. Uns erscheint heute diese nationale Aufwallung fremd.

Leben für das Vaterland

Aber die Wedels starben nicht nur fürs Vaterland.

Sie waren Landräte und Herrenhausabgeordnete, einer, Wilhelm von Wedel, wurde 1912 zum Präsidenten des Reichstages gewählt, nachdem er vorher der Minister des königlichen Hauses war.

Ein Mitglied der gräflichen Linie, Graf Carl von Wedel, war von 1907 bis 1914 Statthalter von Elsaß-Lothringen, erhielt als einziger Wedel den Fürstentitel verliehen und war im Gespräch als Nachfolger von Reichskanzler Bernhard von Bülow.

Die meisten aber blieben im Lande in Hinterpommern – auch in der Uckermark und in Mitteldeutschland – und nährten sich redlich. Die Wedels haben immer – neben der Familie von Arnim – zu den zahlenmäßig stärksten Adelsfamilien gehört. Auch heute gehen wir noch von 300 bis 400 Namensträgern aus, so genau hat das niemand gezählt.

1945: Vertreibung aus den angestammten Gebieten

Die Geschichte der Wedels in Pommern endet in den ersten Monaten des Jahres 1945, durch die Flucht vor der einmarschierenden Roten Armee. Zwischen dem 12. und 14.Januar 1945 durchbrach die sowjetische Landstreitmacht mit 20facher Überlegenheit die deutschen Grenzbefestigungen am Weichselbogen.

Sehr schnell standen auf der deutschen Seite Schilder auf Russisch mit dem Text: „Rotarmist – du stehst jetzt auf deutschem Boden! Die Stunde der Rache hat geschlagen!"

Die deutsche Bevölkerung im Osten erlitt nun das, was Jahre zuvor die vordringende deutsche Armee der russischen Bevölkerung angetan hatte: Ganze Dörfer wurden abgefackelt und Menschen – hauptsächlich ja Frauen und Kinder und alte Menschen - getötet. Am 24.Januar überschritt die „1.Weißrussische Front" bei Schneidemühl die pommersche Grenze.

Die völlig überraschten Menschen, denen bis dahin die Flucht, das sogenannte Trecken, von den Nazibehörden verboten war, versuchten zu fliehen, und wurden von der russischen Front mit ihren Panzern überrollt.

Am 28.Januar überschritten die Russen den Fluß Drage beim Städtchen Hochzeit – Jahrhunderte früher eine der Wedelsche Befestigung gegen von Osten eindringende Feinde. In diesen Tagen standen die Treckwagen schon auf vielen wedelschen Gütern bereit, und wurden, bevor sie losziehen konnten, von den Russen überfallen, beispielsweise in Gerzlow bei Soldin.

Friedrich Wilhelm vWedel a.d. Hs Kannenberg schreibt in seinen Erinnerungen: „Im Januar wurde der Geschützdonner der sich nähernden Front hörbar. Für uns bestand aber strengstes Treckverbot von der Partei und Regierung. Unerlaubtes Trecken wurde mit dem Tode bedroht. Telefongespräche wurden kontrolliert, eine Vereinbarung über Treckwege und Ziel waren unmöglich."

Am Mittwoch, dem 31.Januar konnte sich schließlich der Treckwagen aus dem Wedelschen Gut Zülzefitz bei Labes auf den Weg machen. Charlotte v.Wedel, die Frau des letzten Eigentümers Friedrich Wilhelm leitete den Treck, auf ihrem Wagen saßen 14 Personen enggedrängt, zusammen mit dem Notwendigsten an Gepäck. Neben ihren 6 zum Teil noch sehr jungen Töchtern waren noch die Hauslehrerin Frau Müller, eine Flüchtlingsfamilie aus Stettin und der Treckerfahrer Stachowiak mit Frau und Kind an Bord. Sie hatten unendlich viel Glück: ohne größere Schwierigkeiten kamen sie bei Stettin über die Oderbrücke. Andere Familien hatten nicht so viel Glück. Manche wurden noch vor ihren Häusern von der sowjetischen Armee erschossen, auch wurden Töchter aus diesen Familien nach Rußland verschleppt und mußten schreckliches ertragen. Sie teilten somit das Schicksal von tausenden anderer deutscher Familien in den Ostgebieten hinter der Oder. Dieser Exodus der Familie von Wedel dauerte bis in den März 45 hinein.

Neuanfang im Westen

Nach und nach trafen die Familien in ihren Treckwagen oder auch zu Fuß im Westen ein. Viele landeten zunächst in Holstein und in Niedersachsen auf dem Land, wo sie von den Behörden einquartiert wurden. -- Man kam natürlich in Gegenden, die ihrerseits schwer unter den Krieg gelitten hatten, und jetzt von den Ostflüchtlingen in manchen Orten förmlich überrannt wurden.

So richtig willkommen waren die traumatisierten Flüchtlinge nirgendwo, und alle bemühten sich, so schnell wie möglich aus der demütigenden Situation des ständigen Bittstellers und Heimatlosen herauszukommen. Dieses Hineingeworfensein in eine völlig neue Lebens- oder besser Überlebenssituation empfanden die jüngeren Flüchtlinge schnell auch als Chance. Sie teilten das Schicksal, quasi bei Null ein völlig neues Leben aufzubauen, und – gerade die jungen Adligen aus dem Osten – hatten erstmals seit Generationen die Chance, Berufe zu wählen, die ihren ganz persönlichen Talenten und Neigungen entsprachen.

Nach und nach fanden die Mitglieder der Familie von Wedel ihre Berufe und Berufungen, gründeten Familien und leben jetzt über ganz Deutschland verteilt.

Neugründung des Familienverbandes

Nach dem 2. Weltkrieg dauerte es einige Jahre, bis sich alle Wedels, die durch die Flucht verstreut waren, wiedergefunden hatten. Der Familienverband wurde neu gegründet, und bald gab es das erste Familientreffen, zu dem man sich in den frühen fünfziger Jahren unter bescheidensten Bedingungen in Müden an der Oertze in Niedersachsen traf. Seither findet in jedem Jahr im September ein Familientag statt, zu dem sich zwischen 60 und 120 Familienmitglieder treffen.

Schon mehrfach hat die Familie dem Fall des eisernen Vorhanges auch Familientage in Hinterpommern, das heute als Wojewodschaft zu Polen gehört, abgehalten, und einige Familienmitglieder haben private und sehr freundschaftliche Kontakte mit den heutigen Bewohnern geschlossen. Bei der jungen polnischen Generation wächst das Interesse an der Geschichte Pommerns vor 1945, und auch der Wunsch nach dem Kontakt zu den früheren Bewohnern und Zeitzeugen und deren Nachkommen.

Aufbruch zu einer nun gemeinsamen Geschichte Pommerns

Der Familienverband wurde vor etwa fünf Jahren gefragt, ob er etwas dagegen hätte, wenn das örtliche Gymnasium des Städtchens Tütz (heute Tuczno) nach den Gründern der Stadt benannt würde, also nach der Familie von Wedel. Natürlich stimmte die Familie zu.

Eine Abordnung der Familie wurde zur feierlichen Zeremonie der Namensgebung nach Tütz eingeladen, die mit einem Gottesdienst in der heute katholischen alten wedelschen Schloßkirche begann und wurde Zeugen, wie die für polnische Schulen so wichtige Schulfahne gesegnet und geweiht wurde, die jetzt das Wappen der Familie trägt.

Im Jahr 2013 beging die Stadt Neuwedell, heute Drawno, feierlich das 700jährige Jubiläum ihrer Gründung durch die Familie von Wedel. Wieder wurde die Familie eingeladen, daran teilzunehmen und sich an den Feierlichkeiten zu beteiligen. Die Familie tut das mit großer Freude und Dankbarkeit.

Zurück zu den Anfängen

Im Jahr 2012 traf sich die Familie – natürlich – in Wedel um das gemeinsame Jubiläum von Stadt und Familie "800 Jahre Stadt und Familie" zu feiern. Die Freierlichkeiten der Stadt boten einen guten Rahmen für dieses Treffen. Eine Rekordbeteiligung von über 160 Familienmitgliedern nahm an dem Treffen teil.